Architekten für einen nachhaltigen Wandel der Baubranche

Angestoßen von Absolvent*innen der Architektur und des Bauingenieurwesens sind wir ein freier Zusammenschluss von Angehörigen des Bausektors und stehen als Architects for Future solidarisch zur Fridays for Future-Bewegung.  

Wir möchten die Schüler*innen der Fridays for Future- Bewegung bestärken und unterstützen. Dabei sehen wir unsere Aufgabe darin, die Baubranche neu und nachhaltig auszurichten.

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Die Baubranche ist der Hauptverursacher für den enormen Ressourcen- und Energieverbrauch in Deutschland.

Wir fordern daher alle Aktiven der Baubranche auf:

1.

Hinterfragt Abriss kritisch

Nicht nur werden wertvolle und schwindende Ressourcen bei einem Abriss und Neubau verschwendet, sondern auch bedeutend mehr Energie. Bei der Betrachtung der Energiebilanz des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes fällt auf, dass durch den Einsatz von grauer Energie jede Sanierung selbst dem Bau von Passivhäusern vorzuziehen ist.

2.

Wählt gesunde und klimapositive Materialien

Tropenholz, PVC-Fußbodenbeläge, Kunstharze, chemische Lösungsmittel – wir können uns für fremde und günstige Materialien entscheiden oder aber anders denken. Alternativen sind regionale, nachwachsende und gesunde Materialien. Denn die Wahl der Baumaterialien beeinflusst maßgeblich den Gesundheitszustand der Nutzer von Gebäuden und unsere Umwelt.

3.

Entwerft für eine offene Gesellschaft

Viele Bauentscheidungen werden im Hinblick auf finanzielle Entwicklungschancen getroffen. Der Komfort und die Nutzung der Räume werden sekundär betrachtet zulasten einer Gewinnoptimierung der Investoren. Wir sollten uns wieder die Frage stellen, für wen wir eigentlich entwerfen und bauen.

4.

Konstruiert kreislaufgerecht

Neben nachwachsenden Materialien wie Holz, Stroh, Schafswolle oder Flachs müssen kreislaufgerechte Materialien verwendet werden, die richtig eingebaut zerstörungsfrei lösbar sind und somit wiederverwendet werden können. Das Gebäude verliert so über seinen Lebenszyklus nicht an Wert, sondern kann dekonstruiert und verkauft werden.

5.

Vermeidet Downcycling

Schon heute wird der überwiegende Teil des anfallenden Bauschutts wiederverwendet. Jedoch handelt es sich hierbei weniger um Recycling als um Downcycling, die Qualität und Funktionalität wird verschlechtert. Dem muss durch echtes kreislaufgerechtes Konstruieren entgegengewirkt werden.

6.

Nutzt urbane Minen

Wenn Gebäude dennoch abgerissen werden, müssen Rohstoffe systematisch erfasst und zurückgewonnen werden. Primärrohstoffe sind endlich, sodass die Verwendung von Sekundärmaterialien unabdingbar wird.

7.

Erhaltet und schafft biodiversen Lebensraum

Bautätigkeiten gehen oft mit einem enormen Flächenverbrauch einher, wodurch wertvolle Lebensräume der Tier- und Pflanzenwelt zerstört werden. Versiegelte Flächen verlieren zudem den Nutzen zur Nahrungsproduktion, Naherholung und Regenwasserversickerung. Verantwortungsvolles Planen kann die Zerstörung von Naturräumen nicht nur mindern, sondern bietet auch das Potential die Artenvielfalt und gesunden Lebensraum zu fördern.

Wir als Architects for Future freuen uns über weitere motivierte Akteure, um zusammen die Baubranche von Innen heraus zu verändern.

Wir wollen unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen und als Multiplikator*innen die Thematik in die Büros und auf die Baustellen tragen.
Darüber hinaus freuen wir uns über Unterstützer*innen, die durch das Unterschreiben unserer Petition unsere Forderungen unterstützen, um allen zu verdeutlichen, wie viele die Architektur der Zukunft scharf beobachten. Wir betreiben Öffentlichkeitsarbeit, um den Fortschritt zu einem ressourcenschonenden Bauen jetzt zu schaffen.  
Lasst uns zusammen die Architektur für diese Zukunft gestalten!

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