Stellungnahme zum geplanten Teilabriss des „WITTWER-Baus“ in Stuttgart
Die Stellungnahme macht deutlich, dass Abriss und Neubau die Klimaziele verfehlen. Stattdessen brauche es eine Entwicklung im Bestand, um Ressourcen, graue Energie und baukulturelle Identität zu erhalten.
Der WITTWER-Bau von 1967 gilt als prägendes Beispiel der Stuttgarter Nachkriegsmoderne und war lange als große Buchhandlung ein wichtiger Ort der Stadtgeschichte. Eine Denkmaleigenschaft wurde zwar nicht festgestellt, dennoch wird das Gebäude als Teil des „gebauten Gedächtnisses“ Stuttgarts beschrieben.
Die Dinkelacker AG begründet den Teilabriss unter anderem mit dem Alter des Gebäudes, fehlender Sanierbarkeit und einer auslaufenden Brandschutzgenehmigung. Architects for Future Stuttgart hält diese Argumente für nicht ausreichend belegt und kritisiert, dass angekündigte CO₂-Einsparungen und Nachhaltigkeitsziele ohne konkrete Zahlen nicht überprüfbar seien.
Statt Abriss fordert die Ortsgruppe, eine passende Nutzung im Bestand zu suchen, das Gebäude weiterzuentwickeln und energetisch zu sanieren, ohne sein prägendes Erscheinungsbild zu verlieren.




