FIX IT! Wanderausstellung

FIX IT! UMBAU STATT ABRISS zeigt, warum Bestandserhalt, Umbau und Sanierung oft besser sind als Abriss und Neubau. Die Wanderausstellung wurde 2025 zu einem wichtigen Format der Bauwende-Bewegung und brachte viele Menschen vor Ort ins Gespräch und ins Handeln.
Projekt Steckbrief
Projekt Start
Datum Projekt
January 1, 2025
Projekt Ende
December 31, 2026
Ort
Dateien
Kooperations-Partner:innen
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Förderungen / Sponsoring
Allianz Foundation

Inhalt und Ziel der Ausstellung

FIX IT! UMBAU STATT ABRISS ist eine Wanderausstellung, die den Wert bestehender Gebäude in den Mittelpunkt rückt. Anhand konkreter Beispiele aus dem Umbau-Atlas des BDA zeigt sie, warum Erhalt, Umbau und Sanierung häufig der klügere Weg sind als Abriss und Neubau – für das Klima, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und für lebenswerte Nachbarschaften. Die präsentierten Projekte machen greifbar, wie viel architektonische Qualität, ökologische Wirkung und gesellschaftliches Potenzial im Weiterbauen von Bestandsgebäuden liegen kann.

Entstanden ist das Format im Zusammenhang mit der Europäischen Bürgerinitiative HouseEurope!, die sich für bessere politische und gesetzliche Rahmenbedingungen für Umbau und Bestandserhalt in Europa einsetzt. Gleichzeitig machte die Ausstellung verständlich, wie dieses Instrument direkter Demokratie funktioniert und worauf die Initiative konkret abzielt.

Von Anfang an war FIX IT! als Pop-up-Ausstellung gedacht, die durch Deutschland wandert, öffentliche Debatten anstößt und Menschen dazu einlädt, sich mit dem Prinzip Umbau statt Abriss auseinanderzusetzen. Zugleich sammelte sie Unterschriften für HouseEurope!.Initiiert von Architects for Future und HouseEurope!, unterstützt vom BDA und ermöglicht durch die Allianz Foundation, zeigte sich, wie viel Kraft und Reichweite in diesem Format steckt.


Premiere & Wanderung

Die Premiere von FIX IT! UMBAU STATT ABRISS im März 2025 in Berlin markierte den erfolgreichen Auftakt der Wanderausstellung. Schon die erste Station in der nGbK zog rund 500 Gäste zur Eröffnung an und erreichte insgesamt etwa 800 Besucher:innen. Künstlerische Arbeiten von Jim Avignon, Julius von Bismarck, Folke Köbberling und Zhenru Liang erweiterten die Ausstellung um eine kulturelle Perspektive und verliehen dem Thema zusätzliche öffentliche Strahlkraft. Auch das Auftakt-Event am 6. März 2025 zeigte, dass FIX IT! als mehr als ein klassisches Ausstellungsformat gedacht war: Beiträge aus Politik, Ökonomie, Baukultur und Demokratiebewegung, dazu Performance und Musik, schufen einen lebendigen Raum für Austausch über Umbau, Ressourcenschutz und die Zukunft des Gebäudebestands.

Was zunächst als Wanderausstellung begann, entwickelte sich im Laufe des Jahres zu einem echten Ankerpunkt der Aktionswochen. 

Für viele Ortsgruppen wurde FIX IT! zu einem Aufbruchsmoment: Die Ausstellung schuf nicht nur Sichtbarkeit, sondern eröffnete ganz konkrete Möglichkeiten, vor Ort ins Handeln zu kommen. Rund um die einzelnen Stationen entstanden Gespräche und Diskussionen, Workshops, Filmabende, Planspiele, Quizformate und Aktionen im öffentlichen Raum. So wurde FIX IT! vielerorts zum Ausgangspunkt für neue Begegnungen, lokale Vernetzung und gemeinsames Aktivwerden. Mit über 45 Anfragen, 27 geplanten Stationen in Deutschland und Österreich und 20 umgesetzten Ausstellungen bis Ende 2025 zeigte sich eindrücklich, wie groß das Interesse an dem Format war. Von gut besuchten Ausstellungseröffnungen bis hin zu hoher Sichtbarkeit im öffentlichen Raum: Einige Stationen zeigen besonders eindrücklich, welche Reichweite FIX IT! entfalten konnte.



Berlin / nGbK: ca. 800 Besuche, davon 500 Gäste bei der Eröffnung

Berlin / DAZ: ca. 700 Besuche, davon 300 Gäste bei der Vernissage

Regensburg: 600 Besuche

EUREF Berlin: 500 Besuche

Lange Nacht des Klimas, Berlin: ca. 400 erreichte Personen

Aschaffenburg: Sichtbarkeit am Bahnhofsvorplatz mit 15.000 Reisenden täglich

FIX IT! sorgte zudem für starke öffentliche und mediale Resonanz. Über 70 % der lokalen Aktivitäten wurden in Presse, Radio oder TV aufgegriffen. Fachmedien, regionale und nationale Medien sowie die Kanäle von Partnerorganisationen trugen dazu bei, das Thema breit zu streuen. Auch auf den sozialen Medien zeigte sich die Aufmerksamkeit früh. So half FIX IT!, die Bauwende weit über einzelne Orte hinaus öffentlich sichtbarer zu machen.

Was bleibt: neue Energie in der Bewegung

Die Aktionswochen haben nicht nur die Bauwende sichtbarer gemacht, sondern auch innerhalb der Bewegung spürbar etwas in Gang gesetzt. Konkrete Aktionen vor Ort haben langjährig Engagierte ebenso wie neue Mitstreiter:innen dazu eingeladen, Verantwortung zu übernehmen und sich in Planung und Organisation einzubringen. Auf diese Weise fanden viele Menschen neu zur Bewegung oder wurden aktiver Teil von ihr – erkennbar etwa an der hohen Nachfrage beim Onboarding und an der Gründung neuer Ortsgruppen. So reichte die Wirkung von FIX IT! und den Aktionswochen weit über öffentliche Aufmerksamkeit hinaus und trug ganz konkret zum Wachstum der Bewegung bei.

Eine zweite wichtige Erkenntnis aus den Aktionswochen lautet: Gute Formate allein reichen nicht aus – wirksame Bewegung braucht auch gute Begleitung. Deshalb wurden Workshops, Info-Calls, Sprechstunden, persönliche Beratung und Fundraising-Unterstützung zu einem festen Teil des Prozesses. Die Erfahrung aus 2025 zeigt deutlich, dass in den Ortsgruppen viel Motivation, Energie und Bereitschaft steckt. Damit dieses Engagement langfristig tragfähig bleibt und nicht in Überforderung, Frustration oder Burnout umschlägt, braucht es verlässliche Unterstützung, niedrigschwellige Materialien und direkte Ansprechpersonen. Diese Strukturen gilt es nun weiter zu reflektieren, zu verstetigen und gezielt auszubauen. Gerade diese kontinuierliche Begleitung hat maßgeblich zum Erfolg der Aktionswochen beigetragen. FIX IT! war damit nicht nur ein wirksames öffentliches Format, sondern auch ein wertvoller Lern- und Entwicklungsraum für die Aktionswochen 2026 in Deutschland und Europa.

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