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Aufruf zur IBA Berlin: Zukunft gemeinsam gestalten

Berlin hat die Chance, mit einer neuen Internationalen Bauausstellung Maßstäbe für die Bauwende zu setzen. Damit die IBA diesem Anspruch gerecht wird, braucht sie einen offenen, transparenten Start und eine klare Ausrichtung auf Umbau, Klimaschutz, Ressourcenschonung und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.
Veröffentlichung Steckbrief
Veröffentlicht am
July 24, 2026
Autor:innen
A4F Berlin
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Die Entscheidung des Berliner Senats, eine Internationale Bauausstellung (IBA) für Berlin unter dem Leitbild „Umbau, Weiterbau und gezielter Neubau“ auf den Weg zu bringen, begrüßen wir ausdrücklich. Die IBA bietet die Chance, Antworten auf die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln: Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum, ohne Klima, Ressourcen und Freiräume weiter zu belasten? Wie gelingt die Transformation des Gebäudebestands? Und wie können Städte innerhalb der planetaren Grenzen lebenswert, resilient und sozial gerecht weiterentwickelt werden?

Eine Internationale Bauausstellung ist weit mehr als ein einzelnes Bauprojekt. Sie setzt über viele Jahre hinweg Maßstäbe für Architektur, Stadtentwicklung und Baukultur – weit über Berlin hinaus. Deshalb kommt es nicht nur auf die Projekte an, sondern auch auf die Strukturen und Personen, die diesen Prozess gestalten.

Mit Sorge sehen wir die Absicht des Berliner Senats, die wesentlichen personellen Weichenstellungen für die IBA noch vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus vorzunehmen. Die Besetzung von Geschäftsführung und Aufsicht wird die Ausrichtung der IBA über Jahre prägen. Aus unserer Sicht sollte eine Entscheidung von dieser Tragweite auf einer breiten demokratischen und fachlichen Legitimation beruhen.

Gemeinsam mit zahlreichen Akteur:innen aus Architektur, Planung und Stadtentwicklung haben wir uns deshalb in einem Brief an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und Bausenator Christian Gaebler gewandt. Darin fordern wir,

  • die Besetzung der Führungspositionen erst nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus vorzunehmen,
  • ein transparentes und nachvollziehbares Auswahlverfahren durchzuführen und
  • die IBA konsequent an den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auszurichten – mit einem klaren Fokus auf Bestand, Umbau, Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung, Suffizienz und soziale Gerechtigkeit.

Wir verstehen die Berliner IBA als Labor für eine Bauwende. Sie sollte zeigen, wie der Umbau des Bestands, ressourcenschonendes Bauen und eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung zusammenwirken können. Dafür braucht es nicht nur ambitionierte Projekte, sondern auch einen offenen, interdisziplinären Prozess, der Fachwelt, Wissenschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft gleichermaßen einbindet.

Wir werden den weiteren Aufbau der Berliner IBA konstruktiv begleiten und uns dafür einsetzen, dass sie zu einem international sichtbaren Vorbild für die Transformation des Bauens und der Stadtentwicklung wird.

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