Bebauungs- und Flächennutzungspläne
Hier gibt es jede Menge Quellen!
Glossar
Viele der A4F-Sprecher:innen waren in den letzten Wochen in Sache #Bauwende unterwegs. Hier eine Auswahl zum Nachlesen und -hören:
⏩️ hr-Radiobeitrag mit Tim zur Hitze in der Stadt in der ARD-Audiothek
⏩️ Spiegel-Podcast mit Judith zum Thema “Nachhaltige Stadtentwicklung”
⏩️ BUWOG-Podcast zu den neuen Forderungen von A4F und zum Wohnungsbau mit Elisabeth
⏩️ Bericht über das Wohnbau-Panel auf dem Evang. Kirchentag, wo Sebastian A4F vertreten hat.
⏩️ Interview mit Adrian in der Schöner Wohnen.
⏩️ Interview im Deutschlandfunk mit Christina zur Bauwende und dem Bauen im Bestand.
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… folgt in Kürze!
Wir verstehen darunter Fehler zu zu lassen um aus ihnen zu lernen.
z.B. Bestäubung von Pflanzen durch Bienen.
Ein Bebauungsplan (verbindlicher Bauleitplan) ist ein Instrument der räumlichen Planung in Deutschland. Er enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung eines Teils eines Gemeindegebiets und bildet die Grundlage für weitere, zum Vollzug des Baugesetzbuches (BauGB) erforderliche Maßnahmen (§ 8 Abs. 1 BauGB).
Der Flächennutzungsplan (vorbereitender Bauleitplan, FNP) ist ein Instrument der räumlichen Planung in der Bundesrepublik Deutschland, in dem die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung einer Gemeinde kartografisch und textlich dargestellt wird. Er wird durch die Gemeinde als Ausdruck ihrer Planungshoheit aufgestellt, erstreckt sich auf das gesamte Gemeindegebiet und ist durch die höhere Verwaltungsbehörde zu genehmigen sowie dieser Bescheid ortsüblich bekanntzumachen.
Internationale Wissenschaftler um den schwedischen Professor Johan Rockström veröffentlichten erstmals 2009 das Konzept der Planetaren Grenzen (engl. Planetary Boundaries), das Aussagen über die Erdgesundheit und die Lebensgrundlagen der Menschheit treffen kann. Konkret handelt es sich um neun globale Prozesse, die die Widerstandskraft und die Belastungsgrenzen des Planeten bestimmen.
Bereits während der Planungsphase ist der Materialausweis ein qualitatives Steuerungsinstrument. Danach dient er zur Dokumentation und als Grundlage für den Rückbauplan.
Diese Informationen sind je nach Planungsstand z.B.
• Menge und Art der Materialien (x Tonnen Holz, x Tonnen Stahl...)
• Ort im Gebäude, wo die Materialien verbaut sind (z.B. mittels BIM, Raumbuch, Gebäudeelement, Schichtaufbauten etc.)
• Materialgesundheit bzw. enthaltene Schadstoffe (Sicherheitsdatenblatt)
• Technische Qualitäten wie Tragfähigkeit, Brandschutz, Wärmeleitfähigkeit, .. (Produktdatenblatt )
• CO2-Fußabdruck/Graue Energie des Gebäudes (in kg CO2 Äqv. pro m² NGF und Jahr)
• Fügung/Trennbarkeit der Schichten innerhalb eines Bauteils
• Demontagefähigkeit ganzer Bauteile (Anleitung zur Demontage)
• Materialherkunft (Pre-Use) z.B. nachwachsende Rohstoffe, Rezyklate oder nicht-nachwachsende Primärrohstoffe) z.B. über EPD (Environmental Product Declaration)
• Kreislauffähigkeit des Materials in Zukunft (Post-Use)
z.B. Recycling, Kompostierung, Downcycling, thermische Verwertung, Verbrennung, Deponierung)
• Restwertkalkulation der Materialien (abhängig von Rohstoffpreisen)
Vorrangmodell der Nachhaltigkeit: Einzelne Bereiche werden in ihrer Beziehung und Abhängigkeit zueinander gesehen.
Aussage: Keine Wirtschaft ohne eine Gesellschaft, keine Gesellschaft ohne Ökologie.
Im Widerspruch zur DIN EN ISO 14040/14044 ist A4F der Meinung, dass für die Lebenszyklusanalyse am End-of-Life keine Gutschriften für das Verbrennen von Materialien zur Anwendung kommen dürfen.
1. Der Grad der Schließung von Kreisläufen, durch den Einsatz von Recyclat oder nachwachsenden Rohstoffen, also vor der Nutzung (Pre-Use). Die Fügung spielt hierbei keine Rolle.
2. Der prognostizierte Grad der Schließung von Kreisläufen am Ende der Nutzungsdauer (Post-Use) unter Berücksichtigung der Fügung und der Wirtschaftlichkeit des selektiven Rückbaus.
Wesentlich hierbei die Dokumentation der verbauten Materialien. (--> siehe Materialausweis) (angelehnt an Atlas Recycling)
Für Darstellung und Nachweis von Klimaneutralität sind umfassende und nachvollziehbare Bilanzierungsmethoden erforderlich (LCA, Ökobilanzierung etc.).
Achtung bei zeitlicher und örtlicher Entgrenzung:
Aktuell wird die Definition eines klimaneutralen bzw. klimapositiven Gebäudes oder Quartiers stark diskutiert. Oft wird nur das im Betrieb entstehende CO2bilanziert, was aus Sicht von A4F an der Realität vorbeigeht. Die Graue Energie muss in jedem Fall mit betrachtet werden. Welche Faktoren auf der “Guthaben”-Seite angesetzt werden dürfen, um überhaupt neutral oder positiv werden zu können (z.B. Überschuss an erneuerbarer Energie, Kohlenstoffsenke durch nachwachsende Baustoffe, Gebäudebegrünung und Baumpflanzungen etc.) ist ebenfalls umstritten. Weiterhin besteht ein Diskurs darüber, ob angesichts unmittelbar bevorstehender Tipping Points ein Gebäude nicht bereits unmittelbar nach der Erstellung klimaneutral oder -positiv sein muss, während die Norm für Ökobilanzierung die Erstellung, 50 Jahre Nutzung plus Entsorgung als Zeitrahmen vorgibt und Zertifikate (z.B. Neupflanzung) ihre Wirkung oft erst in Jahrzehnten entfalten.
Falls mehr CO2 gespeichert als emittiert wird (von A4F als klimapositiv bezeichnet), nutzen manche Quellen auch den Begriff “klimanegativ”.
Es ist ökologisch sinnvoll, eine möglichst lange Kaskadennutzung zu erreichen, Holz bspw. nicht frisch geschlagen bereits zu Toilettenpapier oder Brennholz zu verwerten, sondern zunächst zur qualitativ hochwertigeren Nutzung zu verwenden.
Kaskadennutzung soll in geschlossenen Kreisläufen stattfinden und kein Deckmantel für Downcycling sein.
Achtung bei der Grauen Energie:
Bei der Messung in Primärenergie (kWh) wird das in nachwachsenden Rohstoffen gespeicherte CO2 sowie das bei der Zementproduktion chemisch entstehende CO2 (⅔ der CO2-Emissionen bei der Zementproduktion) vernachlässigt!
Ein Wiederaufbau gilt als Ersatzneubau.
Achtung, Rebound-Effekt: Einsparungen durch Effizienz werden mittels Verhaltensänderungen von Nutzer:innen/Konsument:innen ganz oder teilweise wieder aufgehoben. Durch höhere Effizienz können beispielsweise sinkende Kosten zu höherem Verbrauch führen. [2]
Konsistenz sucht nach Technologien und Stoffen, die besser für Natur und Umwelt sind als bisherige und die Kreisläufe, von der Herstellung über Nutzung und Recycling bis hin zur Wiedernutzung, schließen. (angelehnt an [5]
Suffizienz strebt einen geringeren Verbrauch von Ressourcen wie Energie,Material und Fläche an, indem Menschen weniger konsumieren und weniger Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Suffizienz versucht also nicht, bestehende Bedürfnisse mit weniger oder anderen Ressourcen zu befriedigen, sondern sie hinterfragt die Bedürfnisse selbst.
Gebäude können durch die Wahl von nachwachsenden Baustoffen als Kohlenstoff-Speicher fungieren und zur Senkung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre beitragen.
1. Systemgrenze innerhalb der Ökobilanz: Cradle to Gate bilanziert die Umweltwirkungen eines Produkts vom Rohstoffabbau bis zum Werkstor, Cradle to Grave vom Rohstoffabbau bis zur Entsorgung und Cradle to Cradle bedeutet geschlossene Kreisläufe ohne dass Abfall entsteht. Aus dem Rohstoff wird hier am Ende wieder ein Rohstoff.
2. Designprinzip: Ein Produkt ist von Anfang an für den Kreislauf designt. Alle Materialien sind materialgesund, sortenrein voneinander trennbar und entweder biologisch abbaubar oder technisch rezyklierbar. Bei der Herstellung, Nutzung, sowie beim Rückbau kommen erneuerbare Energien zum Einsatz. Ebenso soll das Produkt vielschichtig die Diversität fördern.
3. Denkschule/Mindset: Die Cradle to Cradle Denkschule besagt, nützlich zu sein statt nur weniger schlecht. Die klassische Nachhaltigkeitsstrategie beschränkt sich darauf, Schaden zu begrenzen und die negativen Auswirkungen bzw. den negativen Fußabdruck zu minimieren. Cradle to Cradle befürwortet einen großen, positiven Fußabdruck und die Mehrwerte zu maximieren.
einen Planeten. Während das Pariser Abkommen von 2015 den globalen Ehrgeiz mit einer Vereinbarung über verbindliche Klimaverpflichtungen erhöhte, war die COP26 in Glasgow lediglich ein "fragiler zerbrechlicher Sieg" für das Klima - so die Worte des COP26-Präsidenten Alok Sharma. Fortschritte wurden jedoch an drei Fronten erzielt: die Anerkennung der Notwendigkeit eines Ausstiegs aus den fossilen Brennstoffen, die Festlegung neuer Regeln für die Kohlenstoffmärkte und einige Fortschritte bei einem Mechanismus, mit dem die reicheren Nationen für ihren historischen Beitrag zum Klimawandel zahlen.
Aber es bleibt noch viel zu tun, um das Weltwirtschaftsforum in Davos zu einem entscheidenden Schlüsselmoment für die Agenda der COP27 in Ägypten vor Ende des Jahres 2022 zu machen.
Einflussbereich noch ehrgeizigere Ziele gesetzt. Durch den Krieg in der Ukraine hat die rasche Abkehr von fossiler Energie zusätzlich an Dringlichkeit gewonnen. Deshalb besteht auf allen Ebenen – Produktion, Mobilität, Gebäude – hoher Handlungsdruck. Was bedeutet dies für den Gebäudebestand Deutschlands? Welche Maßnahmen müssen im Hinblick auf Energieeffizienz, Energieversorgung und
Bauweisen umgesetzt werden, um die hier emittierten Treibhausgase entsprechend drastisch zu verringern?
zu verwenden (1% Zeitpräferenzrate). Bei einer Gleichgewichtung klimawandelverursachter Wohlfahrtseinbußen heutiger und zukünftiger Generationen (0% Zeitpräferenzrate) ergibt sich ein Kostensatz von 698 Euro 2021 pro Tonne Kohlendioxid. Dabei bezeichnet Euro 2021 jeweils die Kaufkraft des Euro im Jahr 2021). Die Kosten infolge der ⁠Emission anderer Treibhausgase können mit Hilfe des Treibhausgaspotenzials (Global Warming Potential) analog ermittelt werden: Für Lachgas (N2O) gilt demnach der 265fache Satz der CO2-Kosten und für Methan (CH4) der 28fache Satz.
und 3). Der Monitoring-Prozess liefert die Grundlage, um bei Bedarf nachsteuern zu können. Drei Aufgaben stehen im Mittelpunkt:
Überblick: Der Monitoring-Prozess gibt einen faktenbasierten Überblick über den Fortschritt bei der Umsetzung der Energiewende. Dazu wird die Vielzahl der verfügbaren energiestatistischen Informationen auf ausgewählte Kenngrößen (Indikatoren) verdichtet und aufbereitet.
Evaluation: Im Rahmen der jährlichen Monitoring-Berichte wird anhand des Status quo bewertet, inwieweit die Ziele aus dem Energiekonzept der Bundesregierung erreicht werden und wie die Maßnahmen wirken. Bei absehbaren Zielverfehlungen schlagen im dreijährigen Rhythmus zusammenfassende Fortschrittsberichte aufgrund einer mehrjährigen Datenbasis Maßnahmen vor, um Hemmnisse zu beseitigen und die Ziele zu erreichen.
Ausblick: Der Monitoring-Prozess richtet sein Augenmerk auch auf die absehbare weitere Entwicklung wichtiger Kenngrößen. Dazu machen alle drei Jahre die Fortschrittsberichte verlässliche Trends erkennbar. Die im Bericht genannten noch
umzusetzenden Maßnahmen werden im Rahmen der geltenden Haushalts- und Finanzplanungsansätze der Ressorts unter Vorbehalt der Verfügbarkeit der notwendigen Haushaltsmittel umgesetzt.

